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  • 1: Startseite  

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  • 2: Felix Strasser /
    Die Spielmacher
     

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  • 3: Aktuelle Inszenierungen / Projektübersicht  

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  • 4: Theaterpädagogik  

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  • 5: Inszenierungen  

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  • 6: Moderation  

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  • 7: Veröffentlichungen  

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  • 8: Galerie  

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  • 9: Pressespiegel  
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    • 9.1: Die Geschichte von Thelma & Louise  

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    • 9.2: Die Glückskinder  

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    • 9.3: Kleiner Werwolf  

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    • 9.4: 9/11  

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    • 9.5: Best of Nibelungen  

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    • 9.6: Das ist Esther  

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    • 9.7: Pleasant View  

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    • 9.8: Querschläger  

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    • 9.9: König Lindwurm  

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    • 9.10: Gehen wir, der Wagen wartet  

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    • 9.11: Genua 01  

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    • 9.12: Traumhalden  

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    • 9.13: Projekt Schwabenkinder  

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    • 9.14: Love of my life  

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    • 9.15: Theaterpädagogischer Kongress 2009  

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    • 9.16: Moderation  

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    • 9.17: Theaterpädagogische Projekte  

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    • 9.18: Theaterpädagogische Beratung  

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    • 9.19: Weitere Artikel zu den Spielmachern  

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  • 10: Partner / Netzwerk  

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PRESSEREZENSIONEN ZU MODERATIONEN

Schwäbische Zeitung, vom 09.07.2013

ES HAT SICH AUF JEDEN FALL GELOHNT

Beim IBK-Jugenddialog diskutieren Jugendliche aus der Bodenseeregion in lockerer Atmosphäre mit Politikern

Lindau

Von Christian Roder

 

„Ich bin grundsätzlich politisch interessiert und engagiert“, sagt der 19-jährige Tommy Smith. Mit dem Abitur in der Tasche absolviert er jetzt den Bundesfreiwilligendienst und ist nebenbei noch Kreisvorsitzender der Jusos im Kreis Ravensburg. Dagegen gesteht Selina Gjikolli (17) aus Wasserburg ein: „Ich habe mit Politik eigentlich gar nichts zu tun.“ Dennoch sei sie an der Veranstaltung „sehr interessiert“ gewesen, da sie als Mitarbeiterin im Lindauer Jugendzentrum gelegentlich Probleme lösen müsse.

Sowohl Tommy als auch Selina sind zwei der rund 30 Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren aus Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Deutschland, die im Hotel Bad Schachen mit den Regierungsvertretern der Mitgliedsländer und -kantone der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) über zehn von den Jugendlichen ausgewählten Themen diskutierten. Viele der jungen Erwachsenen sind Mitglieder der Schülermitverwaltung (SMV), eines Jugendparlaments oder einer Partei. „Wir waren uns im Vorfeld nicht sicher, ob die Jugendlichen vielleicht zu schüchtern und die Politiker zu distanziert auftreten“, sagt Thomas Drexel, Mitarbeiter bei der IBK. In dieselbe Kerbe schlägt auch Felix Strasser, Moderator des Jugenddialogs: „Ich hatte die Sorge, dass die Jugendlichen nicht auf Augenhöhe mit den Politikern diskutieren können.“

Umso überraschender war also die lockere Atmosphäre, die im Park des Hotels während den Diskussionen herrschte. Die jungen Erwachsenen konnten eigene Ansichten und Anliegen formulieren und Einblicke in den Arbeitsalltag von Politikern gewinnen, während Politikvertreter die Sicht der Jugendlichen auf aktuelle Themen interessierte. Auch überraschende Ansichten waren teilweise Teil der Debatten. Der Schweizer Patrik Portmann aus Schaffhausen äußerte sich bei der Diskussion um die Eurokrise so: „Irgendwann werden Staaten so miteinander verflochten sein, dass sie sich zusammenschließen müssen.“

 

Andererseits wurden auch persönliche Dinge ausgetauscht. So erfuhren die jungen Menschen beispielsweise von Dr. Claudius Graf-Schelling, Regierungsrat im Kanton Thurgau, wann er geheiratet und seine Familie gegründet habe. Einige Politiker bemühten sich offensichtlich auch in ihrer Wortwahl um Augenhöhe mit den Jugendlichen. Ernst Stocker, Regierungsrat im Kanton Zürich, bezeichnete jedenfalls das allgemeine Reden vom Sparen als „affengeil“.

„Es war für mich ganz anders als gedacht“

Auch Kritikpunkte waren Bestandteil der Debatten, die meist in mehreren kleinen Gruppen stattfand. Michael Egger aus Lochau äußerte sich besorgt darüber, dass sich Politiker auf oberster staatlicher Ebene nicht benehmen könnten. Die Lindauerin Nathalie Lutterloh (17) war nach der Veranstaltung begeistert: „Ich fand's total interessant, Politikern Fragen zu stellen, die mir schon lange auf dem Herzen lagen. Ich wollte aber auch sehen, ob es andere Jugendliche gibt, die sich für die aktuellen politischen Themen interessieren.“ Thomas Radke, der stellvertretende Geschäftsführer sagte im Gespräch: „Es ist unser langfristiges Ziel, dass Menschen aus dem Bodenseeraum miteinander in Kontakt treten. Später sind die heutigen Jugendlichen unsere Entscheidungsträger und müssen Rahmenbedingungen für folgende Generationen schaffen. Deshalb müssen auch sie heute schon Verantwortung übernehmen.“

Dass dies der Internationalen Bodensee Konferenz und seinem Team gelungen ist, zeigt die Aussage Malte Bolls (15), einem Schüler an der Freien Schule Lindau: „Für mich war es ganz anders als gedacht. Ehrlich gesagt habe ich es mir eher langweilig vorgestellt. Aber es war überaus locker, spaßig, aber auch informativ und aufschlussreich.“

 

 

Südkurier, vom 07.07.2013

TRÄNENREICHE FEIER FÜR DAS KINDERHAUS

Neues Gebäude Edith Stein mit Leben gefüllt, Emotionales Fest mit Musik zur Einweihung, Kinderkultur soll hier weiter große Rolle spielen

Konstanz

Von Kirsten Schlüter

 

Welch große Last ihm von den Schultern fiel und wie unbändig seine Freude war, drückte Thomas Kannenberg in einem einzigen Satz aus. „Wir sind wieder hier!“, rief der Leiter des Kinderhauses Edith Stein seinen Gästen zu. Tosender Applaus. Jeder im Saal verstand, dass diese wenigen Worte drei Jahre voller Verzweiflung, voll neuem Mut und unendlich viel Arbeit umfassten. Drei Jahre, bis nach dem Abbrennen des Vorgängerhauses das neue Gebäude in Betrieb ging. Das sehr großzügige und bunte Kinderhaus wurde gestern mit einer würdigen Feier eingeweiht. Thomas Kannenberg kamen mehrfach die Tränen. Als er an den Brandmorgen dachte. Als er seine vielen Helfer lobte, die er Engel nannte. Als er Pfarrer Andreas Rudiger für die „Zuversicht in schwerer Stunde“ dankte. Dankesworte fielen reichlich, an die Architekten, Eltern, Handwerker

und Feuerwehrleute, an Stadt und Kirche. Andreas Rudiger drückte das aus, was im Raum spürbar war: „Hier herrscht der Geist eines vorbildlichen Erzieherteams.“ Oberbürgermeister Uli Burchardt sprach die große Solidarität in Konstanz an, die nach dem Brand erkennbar wurde. Jetzt steht das neue Haus, das 4,7 Millionen Euro gekostet hat, wovon die Versicherung 3,3 Millionen bezahlte. „Kinder, habt Spaß damit und lasst es richtig krachen“, ermutigte Burchardt die Nutzer. Auch Elternbeiratsvorsitzender Kai Geiger hatte feuchte Augen, als er die Vergangenheit Revue passieren ließ. „Wir haben uns nie allein gelassen gefühlt“, sagte er. „Das Ergebnis ist so toll, dass unsere Kinder jeden Morgen begeistert hierher kommen und manchmal sogar nicht mehr nach Hause gehen wollen“, fügte er schmunzelnd an.

 

Von der Bedeutung der Kultur

Am Vorabend der Einweihung gab es drei weitere Premieren im Kinderhaus Edith Stein: Den ersten Auftritt von Felix Strasser mit seinem Tu-und-Talk-Format „Felix fragt“ sowie die ersten öffentlichen Worte des Kulturbürgermeisters Andreas Osner und des künftigen Philharmonie-Intendanten Beat Fehlmann. Alle drei schlugen sich gut in einer Podiumsdiskussion zu der Frage,

wie viel Kultur ein Kind braucht. Schade war nur, dass sich auf dem Podium alle einig waren und eine kontroverse Debatte nicht so recht aufkommen wollte. Margarete Schweizer, Projektleiterin der Bildungsinitiative „Kinder zum Olymp!“, formulierte klar: „Kultur ist nicht Luxus, sondern Notwendigkeit.“ Für sie können Kinder nicht genug Kultur bekommen, andererseits warnte sie auch: „Kinder sind heute so mit Schule, Musik und Sport gefordert, dass sie gar keine Zeit mehr haben, sich auch mal zu langweilen. Die Frage ist, ob unsere gute Absicht den Kindern nicht zu viel wird.“ Dafür erhielt sie genauso Applaus wie Beat Fehlmann, für den es elementar ist, Kinder selbst Musik machen zu lassen. „Sie müssen dranbleiben, auch wenn sie sich mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten auseinandersetzen müssen, wenn es mal nicht klappt“, so Fehlmann. „Das gibt einen Lebensschub.“ Für Gelächter sorgte Felix Strasser mit seiner Frage: „Herr Fehlmann, stellen Sie sich mal vor, Sie müssten Geld sparen…“ Fehlmann ließ sich angesichts des Philharmonie-Defizits von rund 610000 Euro nicht beirren und sagte klar zu, die Kinderreihe Eduart weiterzuführen. „Wenn wir bei den Kindern sparen, ist das Orchester in wenigen Jahren tot“, so Fehlmann. Auch Andreas Osner warb für die kulturelle Bildung. „Als gelernter Volkswirt frage ich provokant, welchen Zweck Kultur für unsere Gesellschaft hat“, sagte er und gab gleich selbst die Antwort: „Musik ermöglicht es Kindern, überspitzt gesagt, sich gut zu entwickeln und später am Arbeitsmarkt teilzuhaben.“ Kulturagent Mirtan Teichmüller, der zwischen Künstlern und Schulen vermittelt, mahnte: „Wir sind noch weit von flächendeckender Versorgung mit Kultur an Schulen entfernt.“ Und er warne davor, den Begriff ‚bildungsfern’ überzustrapazieren: „Die Griechenlandkrise haben uns keine Hauptschüler eingebrockt. Das waren studierte Leute, die genug Kultur genossen haben.“ Museumspädagogin Heike Vogel wies darauf hin, dass Kulturvermittlung immer bei den Gefühlen ansetzen müsse. „Sonst regt sich bei den Kindern kein

Interesse“, sagte sie. Genau das propagierte auch Lutz Jäncke, Inhaber des Lehrstuhls für Neuropsychologie an der Universität Zürich. Er erklärte dem Publikum in seinem höchst amüsanten Vortrag, dass Musik schlau macht undeine nachweisbare Wirkung auf das Gehirn hat. Seine Erkenntnis ist: Durch intensives Training, sei es bei Musik, Sport oder Schach, vergrößern sich die Areale im Gehirn, die beansprucht werden. „Töne können das musikalische Lustzentrum stimulieren und süchtig machen“, so Jäncke. Auch das Kinderhaus ist ein Lustzentrum. Es regt die Kinder jeden Tag aufs

Neue zum Toben und Ausprobieren ein. Es macht Lust auf Spielen.

 

 

Südkurier, vom 17.06.2013

KULTUR STÄRKT ALLE KINDER

Auf einen Kaffee mit Kai Geiger und Felix Strasser

Konstanz

 

In der Reihe "Auf einen Kaffee mit.." traf sich Kirsten Schlüter diese Woche mit Kai Geiger und Felix Strasser. Im Kaffeehaus Krone sprachen sie über Kultur in Konstanz und die neue Reihe „Edith“.

 

Herr Strasser, wie viel Kultur braucht ein Kind?

Strasser: Ich glaube, ein Kind kann nicht genügend Kultur bekommen. Das hängt zum einen ganz stark vom Impuls des Kindes ab, aber zum anderen vor allem vom Angebot. Wir als Erwachsene, Künstler und Pädagogen sind dafür verantwortlich, dass unsere Kinder an Kultur teilhaben können und sie als selbstverständlich ansehen. Dabei darf das Angebot nicht an eine Elite gehen, sondern an jedes Kind.

Wie gut ist das bestehende Kinderkulturprogramm in Konstanz?

Strasser: Das ist nicht einfach zu beurteilen. Grundsätzlich glaube ich, dass es einige Angebote in den Bereichen Musik, Bildende Kunst, Museen, Theater und Tanz gibt. Auch die freie Szene tut da viel. Wir haben die Leuchttürme Philharmonie, Theater und die städtischen Museen, aber darauf darf man sich nicht ausruhen. Die neue Veranstaltungsreihe ‚Edith’ für Familien ist nicht ohne Grund entstanden. Es scheint tatsächlich einen größeren Bedarf an Kultur für Kinder und Familien zu geben. Ich bin überzeugt, dass es in der Konstanzer Kultur vor allem andere Räume, neue Impulse und Gesichter braucht. Deshalb bin ich total froh, dass du ‚Edith’ ins Leben gerufen hast, Kai.

Damit ging der Ball an Sie, Herr Geiger. Was genau planen Sie mit ‚Edith’?

Geiger: Die Idee ist, dass wir allen Konstanzer Kindern die Kultur nahe bringen wollen.
Der Name der Veranstaltungsreihe kommt vom Kinderhaus Edith Stein, wo wir den Kindern schon Literatur, musikalische Früherziehung und die Arbeit mit Künstlern angeboten haben. Das möchten wir auf alle Familien ausweiten und gerade Kindern, die durch ihre soziale Herkunft oder durch die finanziellen Möglichkeiten nie Zugang zur Kultur finden, kostenfreie Angebote machen. So legen wir die Grundlage dafür, dass sie später auch in die Musikschule oder ins Kindertheater gehen. Wir sind die Stufe vor den Angeboten der etablierten Kultureinrichtungen. Die Idee hatte ich, weil ich seit mehr als 20 Jahren im Bereich Kulturvermarktung arbeite und sehe, wo es bei vielen Kultureinrichtungen krankt: beim Nachwuchs, den zukünftigen potenziellen Besuchern. Dazu ist Kultur ein wichtiger Bestandteil in der Entwicklung von Kindern und sollte kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit sein.

Worauf können die Familien sich freuen?

Geiger: Auf Workshops, Mitmachaktionen, auch mal einen Theater- oder Zirkuskurs, eine Kinderkulturwoche im Rahmen einer verlässlichen Ferienbetreuung und vieles mehr. Dazu immer wieder Veranstaltungen und Vorträge. Eine weitere Veranstaltung wird das Oktober-Kinderfest im Rahmen des Deutsch-Schweizer Oktoberfestes sein. Die Kinderband Donikkl und die Weißwürschtl hat schon zugesagt. Das Kinder-Oktoberfest ist für uns eine Möglichkeit, Geld zu generieren, das wir in die aktive Kinder Kulturarbeit reinstecken können, um sie kostenlos anzubieten. Außerdem wird es die Gesprächsreihe ‚Felix fragt’ mit Felix Strasser geben. Kinder haben die Möglichkeit, sich mit besonderen Menschen, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, zu unterhalten und ihre brennenden Fragen loszuwerden. Es soll eine bunte Mischung aus Bekannten und Personen wie du und ich werden. So denken wir daran, einen General einzuladen und zu fragen, was eigentlich in Afghanistan, in einem Krieg passiert. Aber wir möchten auch Schriftsteller und Schauspieler nach Konstanz holen. Cornelia Funke wäre jemand, den wir gerne haben würden, genauso wie Marianne Sägebrecht.

Strasser: ‚Felix fragt’ richtet sich aber auch an die Eltern. Wenn ein bekannter Fußballer aus der Bundesliga käme, würde ich fragen, was eigentlich eine gute Mannschaft ausmacht. Das wäre sowohl für mich und die Eltern spannend als auch für die Kinder, die auf dem Fußballplatz stehen. ‚Felix fragt’ soll ein breites Publikum ansprechen.

Geiger: Deshalb ist es uns auch wichtig, bei der ersten Felix-fragt-Runde am 4. Juli eine Art Bestandsaufnahme der Kultur zu machen. Dazu haben wir lokale Kulturschaffende und die Kulturpolitik eingeladen, aber auch Experten mit dem Blick von außen für eine hoffentlich lebendige und wichtige Diskussion. Wir wollen einen Prozess lostreten für ein gemeinsames Begeistern der Kinder und Familien für die Kultur.

Strasser: Besonders spannend ist, dass der neue Kulturbürgermeister Andreas Osner zur Auftaktveranstaltung kommt. Er kann sagen, welche Ideen er hat und welche Priorität Kinderkultur für ihn hat. In Zeiten voller Kassen kann man leicht sagen: ‚Das ist uns wichtig!’ Aber wir wissen ja, wie es zum Beispiel finanziell um die Südwestdeutsche Philharmonie steht. Deshalb ist es auch toll, dass der neue Intendant Beat Fehlmann ebenfalls zugesagt hat.

Wie wollen Sie gewährleisten, dass nicht wieder die Kinder von kulturinteressierten Eltern kommen, sondern gerade auch die anderen?

Geiger: Wir haben im Kinderhaus Edith Stein über mehrere Jahre musikalische Früherziehung unter fachkundiger Leitung für alle Kinder finanziert – durch einen Eigenanteil und mit Landesförderung. Wir haben eine Kinderbibliothek eingerichtet, es finden regelmäßige interaktive Vorlesestunden von engagierten Eltern statt und es wurde mit Künstlern gemalt.  Die Kinder können der Kultur nicht entkommen, weil die Angebote in den Tagesablauf eingebunden werden. Wir versuchen, mit Erziehern in den verschiedenen Einrichtungen ins Gespräch zu kommen, so dass Kultur überall ein Bestandteil des Alltags wird. Das ist elementar wichtig. Denn das Strahlen in den Augen der Kinder ist der größte Dank, das Richtige zu tun. Und Kinder, die sich dadurch für die Kultur begeistern, die sich im kreativen Tun selbst erfahren, erspüren und ausleben, selbstbewusst werden und daran reifen, sind das tollste Ergebnis.

Strasser: Wir wollen Persönlichkeiten einladen, die so spannend sind, dass die Kinder und Eltern von selbst kommen wollen. Wie toll wäre es, wenn ich mit einem Musiker wie Campino plaudern könnte und frage, warum man Punker wird. Da möchte ich als Kind doch dabei sein, egal ob ich in Petershausen, im Paradies oder in der Altstadt wohne.

Und wie wahrscheinlich ist es, dass Manuel Neuer oder Campino kommen?

Geiger: Das wird man sehen! Einerseits bringe ich meine guten Kontakte aus mehr als 20 Jahren Netzwerkarbeit im Bereich Kultur ein, andererseits werden wir ohne Scheu und charmant auf Leute zugehen und versuchen, ein Umfeld, ein Erlebnis mit den Kindern zu schaffen. Dann wird weitergetragen, wie besonders ,Felix fragt’ in Konstanz ist. So sind schon viele unfassbare Dinge entstanden. Unter anderem sind wir mit  Eske Nannen, der Witwe des Stern-Gründers Henry Nannen und der großen Dame der Kindermalschulen und Direktorin der Kunsthalle Emden, im Gespräch – genauso wie mit Campino und dem Schauspieler Peter Lohmeyer (Das Wunder von Bern), den wir gerne mit seiner Frau, der Spitzenköchin Sarah Wiener, für ‚Felix fragt’ gewinnen möchten. Es geht uns nicht um einen Promiwettlauf, sondern um Begegnungen mit Menschen, die für Kinder Vorbilder in ihrem Tun und Wirken sind.

Was unterscheidet ‚Felix fragt’ von anderen Gesprächsreihen?

Strasser: Der Unterschied ist, dass es eine Tu-und-talk-Reihe wird. Wir reden nicht nur, sondern die Kinder sollen praktisch eingebunden werden. Das bloße Wort ist nicht die Sprache der Kinder. Bei ‚Felix fragt’ soll mitgekocht, -gemalt, -musiziert werden – je nachdem, wer als Gast dabei ist.

Geiger: Deshalb freuen wir uns, dass wir den renommierten Hirnforscher Lutz Jäncke für die Auftaktveranstaltung gewinnen konnten. Er leitet den Lehrstuhl für Neuropsychologie an der Universität Zürich und hält einen Vortrag mit dem Titel ‚Macht Musik Kinder schlau?’ Lutz Jäncke setzt sich seit Jahren damit auseinander, in wieweit Musik und die Funktion des Gehirns die Entwicklung von Kindern beeinflussen.

Wie wird ‚Edith’ finanziert?

Geiger: In erster Linie von der Leidenschaft von denjenigen, die die Reihe initiiert haben. Sie investieren viel Zeit und Geld zum Anschub von ‚Edith’. Wir suchen natürlich auch Firmen und Privatleute, die von der Idee begeistert sind und uns unterstützen. Wir sind für jeden Kontakt und jede Hilfe dankbar, wie wir auch aktiv Stiftungen ansprechen werden. Ich bin zuversichtlich, dass uns das gelingen wird. Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu den etablierten Kultureinrichtungen, sondern als Vorstufe zu deren Angebot, als Partner.

Kinder sollen heute am besten schon im Kindergarten Englisch lernen, sie sollen Ballett- und Klavierunterricht haben, Sport treiben und auch noch gut in der Schule sein. Wo ist da noch Platz für die Kultur?

Geiger: Kultur steht nicht unter Leistungsdruck, sondern soll etwas zum Genießen sein. Mit Kultur werden sehr gute Grundlagen dafür gelegt, dass Kinder eine Persönlichkeit mit gestärktem Rückgrat und Selbstbewusstsein werden. Dann sind sie auch gewappnet, sich diesem Leistungsdruck zu stellen. Bei ‚Edith’ ist uns wichtig, dass jeder darf, aber niemand muss. Vor allem sollen Kinder Spaß haben, sich ausleben können und dann selbst entscheiden, woran sie bleiben, wo sie für sich in die Tiefe gehen wollen. Wir wollen sie anleiten, unterstützen, ihnen Lust auf mehr bereiten.

Strasser: Ich glaube ganz stark an das, was Kai hier sagt, nämlich dass jedes Kind großen Selbstantrieb hat. Kinder spüren genau, wo sie hinmöchten, wenn ein Ausprobieren zugelassen wird. Und wenn es nur für einen Moment ist. Dadurch entstehen Freiräume für Fantasie und Kreativität, auch wenn diese Begriffe schwer zu fassen sind.

Geiger: Kultur kennt keine Grenzen. Projekte wie das West-Eastern Divan Orchestra, in dem Musiker aus Israel und Palästina, also aus verfeindeten Ländern zusammen spielen, sind ein Vorbild. Das Faszinierende an den Konstanzer Kindertageseinrichtungen ist ja auch, dass wir Kinder aus vielen verschiedene Nationen mit unterschiedlichen Religionen haben, ohne dass dies eine Rolle spielt. Kultur ist die internationale Sprache schlechthin.

Was möchten Sie den Konstanzer Kindern noch mit auf den Weg geben?

Strasser: Wenn Eltern dieses Interview lesen, sollten sie ihren Kindern die Worte Freude, Lust und Spaß an Kultur mitgeben. Und wenn ich ein Bild von ‚Edith’ malen dürfte, stelle ich mir ein Laboratorium vor, ein Experimentierfeld, bei dem das Erleben im Vordergrund steht und irgendwann vielleicht eine Erkenntnis. Es soll gemalt, Theater gespielt, musiziert, gelesen werden.

Geiger: Kinder, entdeckt das ganze Potenzial in euch. Eltern, lasst mal locker und seid offen für neue Erfahrungen eurer Kinder und freut euch daran. Und lasst euch selbst verzaubern,  entdeckt das Theater, die Musik, die Kunst, die Kreativität für und in euch selbst.

Zu den Personen:
Kai Geiger, 50 Jahre, kommt aus Mannheim und ist Touristiker und Kulturmanager. Er war unter anderem 2012 künstlerischer Leiter des Rheinfallfestivals Schaffhausen und ist Herausgeber einer Kulturzeitung. Geiger ist Elternbeiratsvorsitzender im Kinderhaus Edith Stein und Sprecher der Konstanzer Kindertageseinrichtungen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Felix Strasser, 37 Jahre, ist in Ravensburg geboren und studierte an der Universität der Künste in Berlin Theaterpädagogik. Er leitete das Konstanzer Kinder- und Jugendtheater und hat sich vor drei Jahren mit den ‚Spielmachern’ selbstständig gemacht.

Die Kulturreihe ‚Edith’ beginnt am Donnerstag, 4. Juli, 20 Uhr, im Kinderhaus Edith Stein mit „Felix fragt: Wie viel Kultur braucht mein Kind?“ und dem Vortrag des Züricher Hirnforschers Lutz Jäncke („Macht Musik Kinder schlau?“) sowie anschließender Podiumsdiskussion. Der Eintritt kostet acht Euro. (kis)

 

 

Südkurier, vom 12.01.2013

JUNGE IDEEN FÜR DIE BODENSEEREGION

Konstanz

Von Michael Lünstroth

 

IBK? Was soll das denn sein? Viele Jugendliche können mit dem Kürzel nichts anfangen. Das könnte sich jetzt bald ändern.

Hinter der Abkürzung IBK vermuten die meisten Jugendlichen wahrscheinlich am ehesten entweder einen neuen angesagten amerikanischen Rapper oder ein superhippes Elektroindie-Avantgardepop-Projekt. Je nach persönlicher Neigung. Das könnte sich jetzt allerdings bald ändern. Die Internationale Bodensee Konferenz, kurz auch IBK genannt, veranstaltet am 19. Januar in Konstanz ein großes Jugendtreffen und bietet Jugendlichen rund um den See eine Plattform zum Austausch.

Bereits vor einigen Monaten starteten Thomas Radke von der IBK und der Konstanzer Theaterpädagoge Felix Strasser einen Ideenwettbewerb. Jugendliche sollten dabei Ideen formulieren, mit denen man Jugendliche rund um den Bodensee näher zueinander bringen kann. Aufgerufen waren junge Menschen aus dem gesamten IBK-Gebiet, das von Sigmaringen bis Liechtenstein und von Zürich bis Kempten reicht und sich über vier Länder (Deutschland, Schweiz, Österreich und Liechtenstein) erstreckt. „Mit diesem Jugendtreffen wollen wir an unseren früheren Jugendgipfel anknüpfen“, sagt Thomas Radke. Die Gipfel waren 2010 eingestellt worden, jetzt sollen sie mit jeweils einem thematischen Schwerpunkt wieder belebt werden.

Insgesamt 19 Ideen zum Thema Jugendbegegnung reichten Jugendliche in den vergangenen Wochen ein, 14 von ihnen werden am 19. Januar im Konstanzer Konzil vorgestellt. Die Ansätze sind dabei durchaus unterschiedlich. Während einer Gruppe aus der Schweiz unter dem Titel „Reorganisation of Metal“ ein Nachwuchsfestival für Metalbands vorschwebt, wollen andere ein Theaterfestival für Jugendliche etablieren oder eine Internetseite für Rollstuhlfahrer erstellen, die ihnen sagt, wie sie bei Großveranstaltungen am besten hin und zurück kommen und sie sich in den Veranstaltungsstätten bewegen können. Interessant klingen auch zwei andere Entwürfe. So gibt es eine Initiative zum Austausch unter europäischen Freiwilligendienstleistenden und der Wunsch nach einem Verbundticket für Nachtschwärmer rund um den Bodensee. Alle Ideen treten jetzt gegeneinander an. Insgesamt 15 000 Euro stellt die IBK für die Umsetzung der Ideen zur Verfügung. „Denn aus den Konzepten sollen möglichst viele tatsächliche Begegnungen in der Bodenseeregion entstehen“, sagt Felix Strasser. Am Ende entscheidet eine Expertenjury (bestehend jeweils aus einer Fachperson und einem Jugendlichen aus den vier beteiligten Ländern) über die Sieger.

 

 

Südkurier vom 12.07.2012

SIE FISCHEN NACH GUTEN IDEEN

Konstanz

 

Die Internationale Bodensee-Konferenz (IBK), die gemeinsame Plattform der Länder und Kantone am Bodensee, startet einen Ideenwettbewerb, um den Austausch und die Begegnung zwischen Jugendlichen in der Bodenseeregion zu beleben. Bis zum 22. Oktober können Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren Vorschläge für Begegnungsprojekte, die sie selber umsetzen möchten, einreichen. Nach einer Überarbeitungsphase können die Ideen Anfang nächsten Jahres vor einer internationalen Jury präsentiert werden, wie die Organisatoren jetzt informierten. Für die Umsetzung der besten Ideen stellt die IBK 15 000 Euro zur Verfügung.

Die Projekte sollen junge Menschen in der Bodenseeregion über die Grenzen zu gemeinsamen Themen zusammen bringen. Die Jugendlichen sollen ihre Ideen selbst beziehungsweise mit Unterstützung umsetzen. Die von der Jury ausgewählten besten Projekte sollen bei der Umsetzung durch Beratung und kleinere Förderbeträge unterstützt werden.

Dazu wurde ein Netzwerk regionaler Fachpersonen aufgebaut: In jedem Land und Kanton gibt es eine Ansprechperson, die den Jugendlichen beratend zur Seite steht und die Bewerbung des Wettbewerbes im Land oder Kanton koordiniert. Zur Umsetzung der ausgewählten Projektideen haben die IBK-Regierungschefs an ihrem Strategiegespräch in der vergangenen Woche 15 000 Euro zur Verfügung gestellt, wie die IBK-Geschäftsstelle informiert. Daneben wird auch geprüft, ob die eingereichten Ideen für andere Fördertöpfe, wie beispielsweise den IBK-Kleinprojektefonds oder das Programm Jugend in Aktion, geeignet sind.

Wenn sich also Theatergruppen untereinander vernetzen, Klassensprecher aus allen vier IBK-Ländern gemeinsame Projekte starten oder sich Lehrlinge aus demselben Gewerbe rund um den Bodensee treffen wollen, dann sind sie beim IBK-Ideenwettbewerb für Jugendbegegnung genau richtig. Der Fantasie seien kaum Grenzen gesetzt, macht der Konstanzer Projekt-Moderator Felix Strasser deutlich.

 

 

 

Südkurier vom 30.06.2010

AN EINEM STRANG

Von Philipp Zieger

 

Felix Strasser hat es zum Ende der Podiumsdiskussion in der Spiegelhalle auf den Punkt gebracht: „Wir müssen miteinander reden.“ Damit meinte der scheidende Leiter des Jungen Theaters den Austausch mit der Jugend. In der Spiegelhalle wurde deutlich: Die Konstanzer Jugendlichen wollen bei Entscheidungen, die sie betreffen, gefragt werden. Das hat aber zwei Seiten: Auch sie selbst müssen Angebote annehmen und nicht auslassen, nur weil sie grad „keinen Bock“ haben.

Ein guter Ansatz des Austauschs ist das Jugendpolitische Nachtcafé. Das soll laut Strasser wieder aufleben und Themen etwa des Jugendhilfeausschusses diskutieren. Mal sehen, wie ernst das alle Seiten nehmen. Denn: Jugendpolitik funktioniert nur, wenn alle an einem Strang ziehen.

 

 

 

Südkurier vom 26.06.2010

800 JUGENSDLICHE BEIM BODENSEE-JUGENDGIPFEL

Kreis Lindau

Von Fabiane wieland

 

Lindau – Zum vierten Bodensee-Jugendgipfel kamen rund 800 Jugendliche aus allen Teilen der Region in die Tanner-Denkfabrik nach Lindau. Unter dem Motto „Die Zukunft liegt in unserer Hand!“ diskutierten die Jugendlichen untereinander und mit Vertretern aus Politik und Verwaltung über gesellschaftspolitische Themen.

„In diesem Jahr steht das Thema Sozialkapital im Mittelpunkt“, erläutert Moderator Felix Strasser. „Was macht unser Leben eigentlich lebenswert? Dieser Frage möchten wir heute nachgehen.“

Regierungspräsident Hermann Strampfer aus Tübingen betonte in seiner Rede, wie wichtig es sei, mit Jugendlichen in den Dialog zu treten und ihnen eine Stimme zu geben. „Denn ihr seid es, die mit den Folgen der Entscheidungen von heute umgehen müsst und eines Tages selbst die Zukunft gestalten werdet“, sagte Strampfer.

Was es mit dem Begriff „Sozialkapital“ auf sich hat, erläuterten Jugendliche des Vorbereitungsteams, die das Thema erarbeitet haben. Es gehe um Vertrauen, Beziehungen und Beziehungsnetze, lautete ihr Fazit. Sozialkapital habe nichts mit Geld zu tun, sondern sei die Summe von guten Beziehungen. Um die Beziehungsnetze von Jugendlichen zu veranschaulichen, stellte das Team beim Jugendgipfel die Ergebnisse einer Umfrage zu den Lebensgewohnheiten von 900 Jugendlichen aus Vorarlberg, St. Gallen und den Landkreisen Ravensburg und Lindau vor. Diese ergab, dass der Jugendliche im Schnitt 230 digitale Freunde, jedoch nur 24 Freunde im realen Leben hat.

In den anschließenden Diskussionsrunden setzten sich die jungen Leute deshalb unter anderem mit dem Thema der Kommunikation im Internet auseinander. Auch das Thema Sozialkapital in der Schule wurde von den Jugendlichen behandelt. Ihre Fragestellung dabei war, wie viel Zeit bleibt Schülern bei einem vollen Stundenplan überhaupt noch für das Thema Sozialkapital. Und auch eine Diskussion zum Thema Amokläufe hatten die Jugendlichen vorbereitet. Diskutiert wurde mit Jugendlichen, Politikern und Fachleuten. Parallel dazu gab es mehrere Workshops zu den Gipfelthemen und auch Filmvorführungen und Vertrauensspiele standen auf dem Programm.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung: der Markt der Möglichkeiten. Insgesamt 40 Projekte zu sozialen Themen präsentieren sich den Jugendlichen. Auch hier gab es ein vielfältiges Angebot zu den Themen Kommunikation und Internet, Treffpunkte, Bildung und Schule, Mobbing und Vertrauen.

Zur Präsentation der Dialog-Ergebnisse kamen die Jugendlichen zum Abschluss noch einmal im Atrium der Denkfabrik zusammen.

 

 

Südkurier vom 08.03.2010

THEMA JUGEND BEWEGT DIE KONSTANZER

Konstanz

Von Philipp Zieger

 

Konstanz – Die Botschaften waren eindeutig: Jugendliche wollen in Konstanz ernst genommen werden, bei Maßnahmen nicht vertröstet und vor allem nicht wegen einer kleinen Gruppe Störenfriede pauschal als schlecht beurteilt werden. Fast 200 Besucher nutzten am Samstag die Gelegenheit, auf Einladung des SÜDKURIER und des Jungen Theaters, in der Spiegelhalle über das Thema „Wohin mit den Kids?“ zu reden.„Es ist nur ein kleiner Teil, der Ärger macht“, sagte Andreas Kamenzin, Leiter der Zentralen Ermittlungsgruppe der Polizei.

Jürgen Treude, Leiter des Sozial- und Jugendamts, fasste das in Zahlen: Von 5600 14- bis 21-Jährigen in Konstanz zählten 30 als „massive Störer“. Größer ist aber die Zahl derjenigen, die sich vor allem in den Sommermonaten an öffentlichen Plätzen feiern und für Unruhe sorgen. „Wir müssen darüber reden“, sagte Diskussionsmoderator Felix Strasser, Leiter des Jungen Theaters, in seiner Einleitung. Doch die Jugend braucht Plätze, an denen sie geduldet wird, waren sich alle einig. Am Great-Lakes-Areal werde ein temporärer Treffpunkt für die Jugend geschaffen, sofern der Gemeinderat zustimmt, für den Sommer plane die Stadt auf Klein Venedig einen Open-Air-Teff für 16- bis 20-Jährige, erläuterte Jürgen Treude die Absicht der Verwaltung. Reicht das? Die Jugendlichen im Saal freuten sich zwar über neue Treffpunkte in der Stadt. „Es ist wichtig, einen Platz zu schaffen, an dem es nicht schlimm ist, wenn mal etwas kaputt geht“, sagte eine Schülerin. Doch fürchtete sie dort wieder Ärger, weil „viele Charaktere aufeinander treffen“. „Der kleine Pulk, der Stress macht, geht immer mit“, brachte es ein Jugendlicher auf den Punkt. Das könnte dann wieder Ärger und Sanktionen der Polizei nach sich ziehen, wovon vor allem viele Unbeteiligten betroffen sein könnten – zum Beispiel Platzräumung. „Beim Oktoberfest gibt es viele betrunkene Erwachse. Der Platz ist aber auch noch nie geräumt worden“, sagte er und erhielt von einem Zuhörer Unterstützung: „Wir problematisieren das mit den Jugendlichen zu stark. Es gibt auch viele Erwachsene, die Probleme machen.“

Michael Lünstroth, SÜDKURIER-Redakteur und Moderator, wollte von Polizist Kamenzin wissen, ob er am Great Lakes einen neuen Einsatzort für sich und seine Kollegen fürchtet. „Wir hoffen es nicht. Aber wenn es Probleme gibt, müssen wir eben einschreiten“, sagte Kamenzin. Er rief Erfahrungen aus der Vergangenheit ins Gedächtnis: Schwierigkeiten mit lautstark feiernden und gewaltbereiten Jugendlichen an der Seestraße, im Herosépark und am Schänzle. Folgen waren unter anderem Alkohol- und Glasverbote. Darunter mussten ebenfalls Unschuldige leiden. „Wir hatten das Gefühl, von der Seestraße verdrängt zu werden“, erinnerte sich Toni Baldauf, Vorsitzender des Konstanzer Schülerparlaments.

„Man nutzt eben nicht nur die Plätze, die angeboten werden“, betonte eine Schülerin aus dem Publikum. Jugendliche suchten sich selbst ihre Treffpunkte aus, und darunter sind nicht nur offiziell geduldete. Beispiel Obermarkt, wie Jürgen Wiedemann, Gastronom und NLK-Stadtrat, schilderte. Vor seinem Hotel Barbaross beobachte er immer wieder Gruppen Jugendlicher, die zerbrochene Flaschen hinterließen, laut seien und gegen Hauswände urinierten. Die Zahlen Treudes, die die Mehrheit der Konstanzer Jugendlichen als friedlich belegen, seien zwar „schön – solange Sie nicht persönlich betroffen sind“. Auch Jugendliche müssten sich an Spielregeln halten. Es komme oft darauf an, was Jugendlichen vorgelebt werde, war Thomas Weisz, Vorstandsmitglied des Contrast, der Ansicht: „Ein Jugendlicher, der nur eine Ellenbogengesellschaft kennt, wird selbst nicht anders sein.

“ Wohin also mit der Jugend? „Mich stört diese Frage. Die Jugend soll doch überall hin, darauf hat sie ein Anrecht. Einem Erwachsenen schreibt man doch auch nicht vor, wohin er soll“, sagte Michael Wildermuth, Sozialarbeiter am Jugendtreff Berchen. Natürlich müssten Benehmen und Rücksicht eine Rolle spielen, waren sich alle Diskutierenden einig – auch die anwesenden Jugendlichen. Diese wünschen sich aber vor allem eines: Von allen Seiten ernst genommen zu werden. Und Worttreue: „Es wird uns oft nur versprochen, und dann werden wir wieder enttäuscht“, sagte ein junger Mann.



Neuigkeiten und wichtige Termine

--- ab 01. März 2014 ---

KONSTANZ

Felix Strasser übernimmt die Künstlerische Leitung der EVENTPRODUKTION - Theater der Hochschule Konstanz.

www.theater.htwg-konstanz.de

Gerne übernehmen DIE SPIELMACHER auch weiterhin beratende Funktion innerhalb von Theaterprojekten jeder Art oder vermitteln professionelle TheaterpädagogInnen an Sie weiter!