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  • 1: Startseite  

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  • 2: Felix Strasser /
    Die Spielmacher
     

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  • 3: Aktuelle Inszenierungen / Projektübersicht  

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  • 4: Theaterpädagogik  

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  • 5: Inszenierungen  

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  • 6: Moderation  

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  • 7: Veröffentlichungen  

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  • 8: Galerie  

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  • 9: Pressespiegel  
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    • 9.1: Die Geschichte von Thelma & Louise  

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    • 9.2: Die Glückskinder  

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    • 9.3: Kleiner Werwolf  

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    • 9.4: 9/11  

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    • 9.5: Best of Nibelungen  

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    • 9.6: Das ist Esther  

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    • 9.7: Pleasant View  

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    • 9.8: Querschläger  

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    • 9.9: König Lindwurm  

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    • 9.10: Gehen wir, der Wagen wartet  

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    • 9.11: Genua 01  

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    • 9.12: Traumhalden  

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    • 9.13: Projekt Schwabenkinder  

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    • 9.14: Love of my life  

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    • 9.15: Theaterpädagogischer Kongress 2009  

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    • 9.16: Moderation  

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    • 9.17: Theaterpädagogische Projekte  

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    • 9.18: Theaterpädagogische Beratung  

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    • 9.19: Weitere Artikel zu den Spielmachern  

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PRESSEREZENSIONEN ZU THEATERPÄDAGOGISCHEN PROJEKTEN

Südkurier vom 23.11.2012

THEATER-WERKSTATT-TAGE MACHEN SCHÜLERN SPASS

Überlingen

Von Eva-Maria Bast

 

Schauspielern, Tanzen, Körperbeherrschung: Oberstufenschüler belegen bei den Theater-Werkstatt-Tagen der Überlinger Schulen verschiedene Kurse.

Was passiert eigentlich in einer Sardinenbüchse, wenn die Sardinen Party feiern oder hysterisch werden? Darüber haben Schülerinnen und Schüler der Constantin-Vanotti-Schule, der Realschule, des Gymnasiums, der Justus-von-Liebig-Schule und der Jörg-Zürn-Gewerbeschule im Rahmen der Theater-Werkstatt-Tage nachgedacht. Und als sie mit dem Nachdenken fertig waren, haben sie begonnen, die Hysterie und die Party in der Sardinenbüchse nachzuspielen. Kreischend und zu einem riesigen Haufen zusammengeklügelt, rannten die Sardinen – pardon, die Schüler – durch den Saal. In dem zweitägigen Workshop haben sie nämlich unter der Leitung des Konstanzer Schauspielers Felix Strasser gelernt, auf engstem Raum zu tanzen und Theater zu spielen.

Der Workshop „Leben in der Sardinenbüchse“ war einer von sieben Kursen, aus denen sich die Schüler einen aussuchen konnten. Bei Beate Schneck und Heidrun Wieland ging es nicht um Sardinen, sondern um Lebenshaltungen. „Mir egal“, „dagegen“ und „will ich nicht wissen“. Bei der Präsentation am Ende des zweitägigen Workshops teilte sich der Kurs in drei Gruppen, die verschiedene Themen mit eben jenen Statements „dagegen“, „mir egal“ und „will ich nicht wissen“ kommentierten. Eine Theatercollage, in der Grundhaltungen mit Worten, Gesten und Mimik umgesetzt wurden.

Tänzerisches zeigten der Kurs von Fé André, die eine schwungvolle Hip-Hop-Nummer einstudiert hatte und die Gruppe von Bianca Kummer. Sie spürte mit ihren Schülern in tänzerischen Improvisationen der Frage nach, wie das eigentlich mit dem „Ich sein“, dem „Du sein“ und vor allem: mit dem „Wir Sein“ so ist.

Sabine Ruh vom Gymnasium Überlingen brachte den Schülern bei, die Balance zu halten. Da standen zwei Mädchen seelenruhig auf zwei Brettern, die auf einer Rolle lagen und auch eine Balanciernummer auf einem Ball war zu sehen. Zum Erstaunen und zur Begeisterung ihrer Mitschüler zog ein Mädchen ein Springseil hervor, und sprang, während sie auf dem Ball balancierte. Und das, wo sie das Balancieren auf dem Ball doch gerade erst im Kurs erlernt hatte!

Wirklich urkomisch war das clowneske Improvisations-Theater mit Monika Marschall-Büchele. „Ich bin Martha mit der großen Handtasche und ich habe erst morgen mit euch gerechnet“, verkündete ein Kursteilnehmer seinen begeistert lachenden Zuschauern mit Fistelstimme. Etwas grober ging es im Kurs „Schlagfertig“ zu. Anna Hertz, Schauspielerin aus Konstanz, brachte den Schülern die Kunst näher, Kampfszenen zu spielen ohne den Partner dabei zu verletzen. Zu diesem Kurs haben sich ausschließlich junge Damen angemeldet. Die Konflikte zwischen den Mädels starteten jeweils vor dem Spiegel und begeisterten den Zuschauer durch ihren Kontrast: von der idyllischen Schmink-Glitzer-Welt vor dem Spiegel inklusive gegenseitigem vertrauensvollen Ausleihen von Lipgloss hin zur prügelnden, laut kreischenden Masse.

 

 

 

Südkurier vom 11.07.2012

 

NACKT UNTER DER BURKA

Von O. Gassner

 

Texte im kollegialen Kreuzfeuer beim „Literarischen Forum Oberschwaben“ in Wangen/Allgäu. Neun Autoren auf der Suche nach der Idylle in Konstanz und Salem

Das „Literarische Forum Oberschwaben“, das in diesem Jahr zum 52. Mal stattfand, ist ein Familientreffen. So nennt es Moderator Oswald Burger aus Überlingen im Laufe des Textrituals, bei dem Autoren ihre unveröffentlichten Texte der kollegial-wohlwollenden Kritik stellen. Dagegen ist die Reihe „Literatur am See“, zu dem das Forum Allmende zeitgleich nach Konstanz und Salem eingeladen hatte, ein noch junges Literaturpflänzchen. Es besteht seit fünf Jahren.

Doch nach Wangen zunächst, wo eine 60 Personen starke Runde die kritische Zuhörerschaft bildete. Peter Renz, Autor aus Waldburg, referierte am Vorabend der Veranstaltung über Martin Walser und dessen Einfluss auf die oberschwäbische Literatur. Er hatte eine zentrale Funktion im „Freundschaftsspiel“ der Runde: „Wenn einmal alle lobten, Martin Walser lobte am schönsten“, berichtet Renz. Walser war Fürsprecher für regionale Autoren, wenn es um Preisvergaben und Stipendien ging und sparte auch nicht mit persönlicher Ermutigung oder gar einer Empfehlung an einen Verlag.

Tags darauf lasen Peter Blicke(Wilhelmsdorf), die Rottweilerin Verena Boos, Hanns Peter Zwißler (Sonthofen), Egon Gramer (Rottenburg), der Vorarlberger Norbert Mayer, Walter Neumann (Bibertal-Kissendorf), Wolf Heinrich Rindfleisch (Freiburg), Katrin Seglitz (Ravensburg) und der Konstanzer Martin Stockburger. Christine Langer (Ulm) stellte ihre Naturlyrik vor. Bei allen Verschiedenheiten von Texten, Tönen und Ansätzen, ergaben sich doch spannende Echo-Verhältnisse.

Verena Boos und Wolf Heinrich Rindfleisch widmeten sich dem Nachhall des Faschismus in Europa: Boos mit einer Famliengeschichte zwischen Deutschland und Franco-Spanien, Rindfleisch beeindruckte mit einer poetischen Betrachtung über die Tragik des Widerstandes. Der Themenkomplex Männer und Frauen, Religion, Sexualität und Nacktheit nahm weiten Raum ein. Egon Gramer führte eine kirchlich-weltliche Kontroverse der Jahrhundertwende um Adam-und-Eva-Darstellungen vor. Hanns Peter Zißler ließ zur Freude der Runde ein sich entfremdetes Ehepaar auf einer Faschingsparty die Kommunikationsverweigerung üben, was darin gipfelte, dass die Frau ihrem Mann auf der Heimfahrt eröffnet, dass sie unter ihrem Burka-Kostüm nackt sei. Seine Gleichgültigkeit gegenüber dieser Eröffnung markiert das Ende der Beziehung. Katrin Seglitz lässt eine Frau ganz gegen die geltende Nur-Männer-Regel beim Blutritt in Weingarten mitmachen und sie feststellen, dass ein Fruchtbarkeitssegen nur unter Beteiligung beider Geschlechter passend sei. Peter Blicke verwirrt die Runde mit einem im Plot etwas unklaren aber sprachstarken Beziehungskonflikt um eine HIV-Infektion.

„Altersfrech“ – wie das Forum feststellt – übt sich Walter Neumann an Unsinnspoesie, Martin Stockburger irritiert mit seinen lakonisch-akribischen Alltagsnotaten und Norbert Mayer montiert zu allgemeinem Applaus Vorarlberger Dialekt, englische Zitatbruchstücke, Hochdeutsch und Lautpoesie zu fulminant-rhythmischen Sprachgeflechten. Regional vernetzen soll das Forum, literarische Debatten und Entdeckungen fördern – diese Ansprüche hat es auch wieder 2012 eingelöst. Gratulation der Familie.

Bei „Literatur am See“, in diesem Jahr Teil des „Literatursommers Baden-Württemberg“, lasen neun Autoren: der Freiburger Romancier Marc Buhl, der „hiesige“ Christof Hamann (Ludwigshafen), die experimentelle Erzählerin Nina Jäckle (Villingen-Schwenningen), der freundliche Walle Sayer (Horb), die Prosakünstlerin Johanna Walser (Nussdorf) und der Dialektdichter Hanspeter Wieland (Salem-Neufrach) eröffneten das Literaturfest im Studio der Südwestdeutschen Philharmonie vor wechselndem, aber immer wieder gebannt zuhörendem Publikum; den Abschluss der Veranstaltung machten in einer von 100 Zuhörern im Schloss Salem besuchten Veranstaltung der Bodensee-Literaturpreisträger Beat Brechbühl (Frauenfeld), die immer willkommene Ulrike Längle (Bregenz) und die schriftstellernde Journalistin Angelika Overvath (Unterengadin).

Der Prolog zu „Literatur am See“ fand jedoch in der Werkstatt des Theaters Konstanz statt: 20 Jugendliche gaben eine Probe davon, wie Literatur, zumal „idyllische“ Bodensee-Literatur – unter diesem kritischen Motto stand die diesjährige Ausgabe der Reihe – in einer szenischen Aufführung wirkt: wild, emotional, erfrischend, allemal anregend. Felix Strasser führte Regie. Erstaunlich, wie viel kreative Energie er in ganz kurzer Zeit bei den Jugendlichen freilegen konnte. Die Geschichte, die das Stück „Bodenseereiter – Riders on the storm“ erzählte, ist die ewig gleiche: Wie Leben und wie lieben. Wir kriegen jedenfalls mit: Dass das Glück immer woanders ist. Die Besucher der Performance in der Theaterwerkstatt: ausnahmslos begeistert.

Erstaunliche Geschichten nahmen die Zuhörer des zweitägigen Lesemarathons mit nach Hause: Buhl, um ein Beispiel zu geben, stellte den ersten Hippie der Menschheitsgeschichte vor: den radikalen Nudisten und Vegetarier August Engelhardt, den es 1902 auf eine Insel nach Papua-Neuguinea verschlug – er starb in seinem Inselidyll an Unterernährung. Hamann las aus seiner Heimatkunde „Bodensee“, eine sprachsensible Mischung aus Erinnerungen, Erkundung und Kulturgeschichte. Am Ende stand das Bekenntnis, dass der See ihn, der jetzt in Solingen lebt, immer noch am Haken hat. Drittes und letztes Beispiel: Jean Pauls Satz, dass Idylle, also Vollglück, nur in der Selbstbeschränkung möglich sei, diese Erkenntnis schien Adolf Dietrich gelebt zu haben, wenigstens in der Darstellung durch Beat Brechbühl, der eine sentimentale Wanderung mit dem Maler von seinem Heimatort Berlingen nach Frauenfeld unternommen hat.

Ach ja, nicht zu vergessen der „Leseabend“ mit Iole aus der Schmitten und Wolfgang Hepp, das Finale in Konstanz. Beide Schauspieler, beide Stimmwunder. Sie lasen Schwab, Mörike, Hesse, Walser, Beig, Hemm, Salomon, Kinder, Kelter u.a.m. Was wir hörten: Heimatlobe ohne Unterlass, aber auch wunderbare Nörgeleien. Fazit: Nicht nur die Idylle, auch die Literatur am See lebt.

 

 

 

Südkurier vom 06.07.2012

 

INTENSIVE GEFÜHLE VOLLER POETISCHER KRAFT

Von Luisa Rische

 

20 Jugendliche haben unter der Leitung von Felix Strasser zur „Literatur am See“ eine Inszenierung voller Dichtkunst erarbeitet

Im Dachgeschoss der Werkstatt in der Inselgasse fällt das Atmen schwer. Die schwüle Luft liegt belastend im Raum, der Schweiß fließt in Strömen, der Gedanke an das kühle Nass des Bodensees erscheint für alle sehr verlockend. Doch unaufhaltsam proben die 20 jungen Schauspieler, brüllen einem imaginären Publikum „weiter, weiter, weiter, weiter“ entgegen, immer lauter und intensiver werden Schüler und Abiturienten – so als ob gekühlte 18 Grad auf der Werkstattbühne des Stadttheaters herrschten. „So etwas kannst du nur machen, wenn du Leute hast, die völlig bekloppt sind“, schmunzelt Felix Strasser.

Das theatrale Experiment „Bodenseereiter“ der Veranstalter von „Literatur am See“ ist eine Herausforderung für die jungen Workshop-Teilnehmer und den ehemaligen Leiter des Jungen Theaters. Weder Charaktere noch eine klare Erzählstruktur gibt es – nur das Thema Idylle. Strasser selbst spricht von einer szenischen Einrichtung. „Das bedeutet, dass wir versuchen, unser Spiel und unsere Texte in einem Gesamtzusammenhang zu verankern.“ Jungschauspieler Lukas Wiehler drückt es so aus: „Es gibt Situationen, Begegnungen und Abläufe, teilweise sehr abstrakt, andere konkreter. Und alles zusammen ergibt einen roten Faden.“

Der rote Faden ist die Geschichte vom Ende einer Liebe – einer zerstörten Idylle. Es geht um Liebeskummer und Schuldzuweisungen, Schmerz und Zorn, um das Voranschreiten und Zurückkehren bis zum Ritt über den See. „Das Gesprochene selbst ist oft nicht so wichtig wie der Subtext, also wie der Text gesprochen wird“, so Strasser. Für die Schüler bedeutete das vor allem intensive Arbeit. „Die Arbeit mit poetischen Texten ist ungewöhnlich. Es ist schwierig, nicht ins Private zu fallen“, erklärt Annika Stross. Viele der Teilnehmer können auf ihre Erfahrungen aus dem Jungen Theater zurückgreifen und sind in der Lage, ihre Gefühle expressiv auszudrücken.

Ein Monat intensiver und kreativer Prozesse liegt hinter den Jugendlichen. „Niemand ist schüchtern, alle bringen sehr viel Energie mit und jeder gibt sein Bestes.“ Die Zuschauer erwartet 60 Minuten voller Poesie, theatraler Bilder, intensiver Gefühle und einer gewissen Eigeninitiative, denn die Handlung wird dem Publikum.



Neuigkeiten und wichtige Termine

--- ab 01. März 2014 ---

KONSTANZ

Felix Strasser übernimmt die Künstlerische Leitung der EVENTPRODUKTION - Theater der Hochschule Konstanz.

www.theater.htwg-konstanz.de

Gerne übernehmen DIE SPIELMACHER auch weiterhin beratende Funktion innerhalb von Theaterprojekten jeder Art oder vermitteln professionelle TheaterpädagogInnen an Sie weiter!