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  • 1: Startseite  

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  • 2: Felix Strasser /
    Die Spielmacher
     

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  • 3: Aktuelle Inszenierungen / Projektübersicht  

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  • 4: Theaterpädagogik  

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  • 5: Inszenierungen  

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  • 6: Moderation  

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  • 7: Veröffentlichungen  

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  • 8: Galerie  

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  • 9: Pressespiegel  
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    • 9.1: Die Geschichte von Thelma & Louise  

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    • 9.2: Die Glückskinder  

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    • 9.3: Kleiner Werwolf  

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    • 9.4: 9/11  

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    • 9.5: Best of Nibelungen  

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    • 9.6: Das ist Esther  

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    • 9.7: Pleasant View  

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    • 9.8: Querschläger  

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    • 9.9: König Lindwurm  

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    • 9.10: Gehen wir, der Wagen wartet  

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    • 9.11: Genua 01  

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    • 9.12: Traumhalden  

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    • 9.13: Projekt Schwabenkinder  

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    • 9.14: Love of my life  

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    • 9.15: Theaterpädagogischer Kongress 2009  

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    • 9.16: Moderation  

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    • 9.17: Theaterpädagogische Projekte  

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    • 9.18: Theaterpädagogische Beratung  

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    • 9.19: Weitere Artikel zu den Spielmachern  

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  • 10: Partner / Netzwerk  

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  • 11: Stellenangebote  

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  • 12: Kontakt  

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WEITERE ARTIKEL ZU DEN SPIELMACHERN UND FELIX STRASSER

akzent

das Magazin vom Bodensee bis Oberschwaben,

Ausgabe Juli 2013

WIE PHÖNIX AUS DER ASCHE

Konstanz

 

Vor drei Jahren loderten die Flammen, heute entern die Kinder tobend und juchzend das Piratenschiff vor ihrem – wahrlich – brandneuen Kinderhaus Edith Stein.

Den Blick nach vorne richten und gemeinsam etwas bewegen. Darüber waren sich Thomas Kannenberg, der Kinderhausleiter, und Kai Geiger, Vorsitzender des Elternbeirats, schnell einig. Freitagnacht 3 Uhr brannte das Kinderhaus bis auf die Grundmauern nieder. Um 9 Uhr saß Kannenberg zur Krisensitzung im Büro des ehemaligen Bürgermeisters Claus Boldt („ich hab gestunken wie ein Brikett“). Gesagt, geschuftet, getan: Unterbringung im Kinderkulturzentrum KiKuZ, Benefizaktionen,

Ideenworkshop, Wiedereröffnung genau drei Jahre später. Kai Geiger: „Durch das unglaublich tolle Krisenmanagement seitens der Stadt, des Pfarrers und von Jürgen Treude (Anm.: ehemaliger Leiter des Sozial- und Jugendamts) ging es sofort voran. Die Solidarität war riesig. Wir haben eng zusammengestanden, hart gearbeitet und viel Geld gesammelt, um das Haus wieder aufzubauen.“ Gerade für die berufstätigen Eltern war es enorm wichtig, ihre Kinder gleich nach dem Brand in der guten Obhut des KiKuZ zu wissen. Das Kinderhaus Edith Stein ist weit mehr als eine Kindertagesstätte, es ist eine Kulturstätte mit eigenem Edith-Kulturprogramm, das sich gleichermaßen an Kinder und Erwachsene wendet. Kindern wird Kultur zugänglich gemacht, um sie zu erleben, selbst zu machen, sich daran zu reiben, Rückgrat zu bekommen, Spaß zu haben – und später dann ganz selbstverständlich ins Theater zu gehen, Museen und Konzerte zu besuchen. Felix Strasser, Konstanz’ wohl bekanntester Theaterpädagoge, wird die Talk-und-Tun-Reihe „Felix fragt“ veranstalten. Zur Eröffnung fragt Felix: „Wieviel Kultur braucht mein Kind?“ und erwartet Antworten u.a. vom Hirnforscher Lutz Jäncke, Margarete Schweizer (Projektleiterin „Kinder zum Olymp!“), Kulturbürgermeister Andreas Osner und Philharmonie-Intendant Beat Fehlmann. Den Wiederaufbau des Hauses und die Organisation der Eröffnungstage schaffen alle Beteiligten quasi nebenher zu ihrer sonstigen Arbeit. Wie das? Kai Geiger lacht. „Da gehört ganz viel Leidenschaft, Enthusiasmus und auch ein Stück kultureller Masochismus dazu.“

 

 

Südkurier vom 03.02.2010

"DAS IST EINFACH NUR SCHADE"

Kultur See

 

Niemals gilt man so viel, wie in dem Moment des Abschieds. Das erlebt in diesen Tagen auch der Leiter des Jungen Theaters, Felix Strasser. Oder besser gesagt, der Noch-Leiter des Konstanzer Kinder- und Jugendtheaters. Denn Strasser wird das Haus nach vier Jahren am Ende der laufenden Spielzeit verlassen (der SÜDKURIER berichtete). Die Stelle ist inzwischen wieder ausgeschrieben. In der Kommunalpolitik und in Kulturkreisen wird die Entscheidung des 32-Jährigen sehr bedauert. „Er hat viel bewegt in Konstanz, es ist sehr schade, dass Felix jetzt geht“, sagt beispielsweise die SPD-Stadträtin Brigitte Leipold. Der Theaterpädagoge habe es verstanden, die Leute zu begeistern und die jungen Menschen mit einer guten Mischung aus Lob und Kritik nach vorne zu bringen. Ganz ähnlich sieht das auch Wolfgang Müller-Fehrenbach: „Mich hat das sehr überrascht. Felix Strasser hat sehr erfreuliche Arbeit hier geleistet und dem Jungen Theater ein hohes Ansehen erarbeitet. Ich bedauere seinen Abschied sehr“, so der CDU-Stadtrat. Er hoffe, so Müller-Fehrenbach, dass ein möglicher Nachfolger oder eine mögliche Nachfolgerin mit ebenso viel Engagement dabei ist, wie es der scheidende Theaterpädagoge immer war.

„Mir tut es besonders für das Jugendtheater leid“, sagt Peter Müller-Neff von der Freien Grünen Liste (FGL). Felix Strasser habe die Belange des Kinder- und Jugendtheater vorbildlich vertreten und es auch immer geschafft diese im Gemeinderat zu vermitteln. „Mit Wulf Twiehaus und Felix Strasser verlassen jetzt zwei Männer das Theater Konstanz, die für Qualität standen“, sagt der grüne Stadtrat und spielt damit auf den ebenfalls kürzlich angekündigten Abschied des Oberspielleiters Wulf Twiehaus an. Tatsächlich ist es erstaunlich, dass innerhalb so kurzer Zeit diese beiden Führungspositionen im Haus frei werden. Vera Hemm (Die Linke) vermutet, dass es nun schwierig wird, die Positionen schnell und adäquat zu besetzen. „Beide werden dem Theater fehlen“, sagt Hemm. Als mögliche Ursache für die beiden Abschiede nannte Hemm den großen Stress, der am Theater herrsche. Bedauern herrscht auch bei der FDP vor, über die Tatsache, dass Felix Strasser seinen Vertrag nicht verlängert hat. „Ich fand den immer sehr sympathisch und engagiert“, so FDP-Stadtrat Heinrich Everke. Der Abschied kam für ihn überraschend. Everke erinnerte aber auch daran, dass es schon bei der Trennung von der früheren Leiterin des Jungen Theaters, Jutta M. Staerk, um die Frage der Autonomie des Kinder- und Jugendtheaters ging. Nach Angaben von Felix Strasser scheiterte sein weiteres Engagement in Konstanz nun auch an diesem Punkt.

Als gelernter Theaterpädagoge hat sich Felix Strasser auch intensiv um die Zusammenarbeit mit den Schulen gekümmert. In dieser Funktion hat ihn auch die Lehrerin Renate Schwalb kennengelernt. „Ich bin wirklich geschockt, dass Felix geht“, sagt sie. „Das Theater hat unglaublich von seiner Arbeit profitiert. Unter ihm hat es einen Ruck gegeben im Jungen Theater, er ist einfach ein fantastischer Theaterpädagoge.“ Sie will nicht ausschließen, dass Strassers Abschied auch etwas mit dem zögerlichen Fortgang in Sachen Theaterpädagogisches Zentrum zu tun hat. Als Lehrerin hofft sie darauf, dass es nach dem Wechsel weiter einen verlässlichen und kompetenten Ansprechpartner für Schulen im Jungen Theater geben wird.

Unterdessen wurde auch bekannt, dass Felix Strasser für eine Vertragsverlängerung auf mehr Eigenständigkeit für das Junge Theater gepocht haben soll. So sei ein eigenes Budget für das Kinder- und Jugendtheater im Gespräch gewesen. Dies habe Intendant Christoph Nix aber abgelehnt. Er will das Junge Theater zwar als eigenständige Sparte weiterführen, aber unter dem Dach des Theater Konstanz.

 

 

Südkurier vom 06.02.2010

DARUM GEHT FELIX STRASSER

Von Michael Lünstroth

 

Diese Entscheidung hat für viel Wirbel gesorgt: Felix Strasser, beliebter Leiter des Jungen Theaters, verlässt das Theater Konstanz zum Ende der Spielzeit. Dem SÜDKURIER hat er erklärt, warum er eigentlich gehen will, es jetzt aber doch wieder Verhandlungen gibt.

Konstanz – Nein, richtig glücklich sieht er nicht aus. Wer Felix Strasser, den Noch-Leiter des Konstanzer Kinder- und Jugendtheaters dieser Tage trifft, der sieht einen 33-Jährigen, der sich eine Entscheidung nicht leicht gemacht hat. Er hat seinen Vertrag als Direktor des Jungen Theaters nicht verlängert und wird nun aller Voraussicht nach das Konstanzer Theater am Ende der Spielzeit 2009/2010 verlassen. „Das ist nichts, was man von heute auf morgen entscheidet“, sagt er. Schließlich identifiziere er sich sehr mit seiner Arbeit, mit dem Theater und auch mit der Stadt. Trotzdem hat er den Schnitt gesetzt. Nach monatelangen ergebnislosen Verhandlungen mit dem Intendanten Christoph Nix setzt er nun auf einen Neuanfang. „Ich hätte mir ein höheres Maß an Autonomie und mehr Freiheit im künstlerischen Bereich gewünscht“, sagt Strasser. Was er damit meint? „Ich wollte ein eigenes Budget für das Junge Theater, um auch letztgültige Entscheidungen zu treffen. Bisher musste ich, wenn es beispielsweise auf das Thema Regiegage kam, immer an Christoph Nix verweisen. Für mich wäre ein eigenes Budget der nächste Schritt gewesen.“

Diesen Schritt wollte Christoph Nix aber nicht mitgehen. Gegenüber dem SÜDKURIER erläuterte der Intendant auch warum: „Ich habe nicht die Absicht, das Stadttheater Konstanz in Segmente aufzuteilen, es ist zu klein, um zu einem Mehrspartenhaus zu werden. Ich kann und will daher die Unabhängigkeitswünsche eines Mitarbeiters zwar verstehen, aber nicht erfüllen, wenn sie meiner Meinung nach dem Gesamtinteresse des Hauses widersprechen“, so Nix.

Strasser bedauert diese Entscheidung: „In diesem Punkt hat es wohl an Vertrauen zu mir gefehlt“. Dabei geht er nicht im Groll, vielmehr schätze er seinen umtriebigen Chef sehr: „ Ich find den cool. Wahnsinn, was Christoph Nix hier in Konstanz bewegt hat.“ Der angekündigte Abschied hat dennoch Spuren hinterlassen – hier wie dort. Christoph Nix zeigte sich überrascht, dass es Felix Strasser um Freiheiten gegangen sei. „Felix Strasser hat hier alle Freiheiten genossen, die ein Anfänger an einem Stadttheater haben kann. Seine Kompetenzen sind beständig gewachsen. Er ist der einzige Mitarbeiter, der am Theater den Titel eines Direktors führt, gegen seinen Willen habe ich keine Regisseure beschäftigt.“ Strassers Entscheidung zu gehen, respektiere er, er sei allerdings auch menschlich etwas enttäuscht von ihm.

Tatsächlich hatte der 33-jährige Theaterpädagoge durchaus eine Vision für das Junge Theater. Mit einem eigenen Budget hätte sich das Junge Theater noch mal ein Stück weiter entwickelt, ist er sich sicher. Und: „Ein eigenes Budget bedeutet auch Planungssicherheit für das Junge Theater.“ Im Gespräch mit Felix Strasser merkt man, dass er seinen Job eigentlich verdammt gerne weiter gemacht hätte. Er lebt für das Theater und brennt für seinen Job mindestens 14 Stunden am Tag. Strasser hatte zunächst gemeinsam mit Ruth Bader die Arbeit mit den Jugendlichen und in den Schulen verstärkt, seit 2009 ist er alleiniger Chef im Jungen Theater. Für die Jugendlichen ist er so etwas wie ein Vorbild. Klar, dass da ein Abschied schwer fällt. „Ich werde jetzt erstmal leiden, weil ich das Theater Konstanznatürlich vermissen werde. Aber ich habe mittlerweile auch jenseits des Theaters so viele Kontakte, ich glaube nicht, dass mir langweilig wird. Jetzt gibt es die Möglichkeit für neue Impulse und neue Menschen kennenzulernen. Vielleicht starte ich etwas in der freien Szene in Konstanz“, so Strasser noch vor wenigen Tagen.

Inzwischen, zwei Tage nach diesem Gespräch, hat sich das Blatt noch mal gewendet. Nach dem ersten SÜDKURIER-Bericht über Strassers Abschied wurde das Theater von vielen Seiten bedrängt, die Entscheidung noch mal zu überdenken. Nach einem ersten Gespräch zwischen Christoph Nix, Felix Strasser und Kulturbürgermeister Claus Boldt, kehrt man wohl wieder an den Verhandlungstisch zurück. „Fakt ist, wir verhandeln wieder“, sagte Felix Strasser am Freitag. Auch Intendant Nix sagte: „Selbstverständlich halte ich Felix Strasser noch alle Türen offen.“ Mit einem Ergebnis sei aber erst nach der Fasnacht zu rechnen. Vielleicht wird aus dem Noch-Direktor bald wieder der Doch-Wieder-Direktor des Jungen Theaters. Das nennt man dann wohl Happyend.

 

 

Südkurier vom 13.10.2010

DAS NEUE LEBEN DES FELIX S.

Kultur See

Von Michael Lünstroth

 

Es war eine ziemliche Überraschung als der Theaterpädagoge Felix Strasser im Februar dieses Jahres ankündigte, das Theater Konstanz nach vier Jahren verlassen zu wollen. Seither sind acht Monate vergangen und Strasser hat sein Leben neu sortiert. Als Freiberufler.

Es war eine ziemliche Überraschung als der Theaterpädagoge Felix Strasser im Februar dieses Jahres ankündigte, das Theater Konstanz nach vier Jahren verlassen zu wollen. Die Bestürzung bei Stadträten und Jugendlichen war gleichermaßen groß und auch die Nachverhandlungen mit Kulturbürgermeister Claus Boldt konnten den 34-Jährigen nicht davon überzeugen, seine Führungsposition zu behalten.

Seither sind acht Monate vergangen und Strasser hat sein Leben neu sortiert. Raus aus dem Angestellten-Modus, rein in die Selbstständigkeit: „Man kann mich jetzt buchen“, sagt der 34-Jährige bei einem Kaffee an einem Dienstagvormittag und grinst, „als theaterpädagogische Taskforce“. Unter dem Namen „Die Spielmacher“ lässt er eine Idee wieder neu aufleben, die er vor einigen Jahren mit Kommilitonen in Berlin erdacht hatte. Das Ganze funktioniert im Prinzip wie eine freie Theaterpädagogik-Abteilung – ohne Anbindung an ein bestimmtes Haus und ohne die sonst damit verbundene Aufreibung in Verwaltungsaufgaben. „Wir wollen der Impulsgeber sein. Wir können schnell und flexibel reagieren“, sagt Strasser und wenn er „wir“ sagt, spricht er von der Zukunft. „Die Spielmacher“ sind zunächst mal Felix Strasser. Weil er aber bei Projekten auch mit anderen freien Kollegen kooperieren will, wählt er den Plural für seine Ausführungen. Ab dem kommenden Freitag, 15. Oktober, soll seine Internetseite im Netz sein.

Unter www.die-spielmacher.com kann man dann das gesamte Angebot des Existenzgründers nachlesen: Ganze Inszenierungen bietet er an, theaterpädagogische Begleitungen von Stücken, Workshops, Vorträge und auch Beratung von freien Gruppen in den Endproben. In Strassers mittelfristiger Vision sollen „Die Spielmacher“ auch ein Netzwerk der Szene werden, in dem man sich austauscht und in dem Strasser Aufträge auch weiter vermittelt. „Das Schöne jetzt ist: Ich kann mir die Projekte raussuchen, die ich wirklich machen will“, so der 34-Jährige.

 

Der Start in sein neues Leben verlief für Felix Strasser erfreulich. Er hat bereits jetzt so viele Aufträge, dass er davon leben kann. Neben der Inszenierung von „9/11“ (siehe Text unten) mit dem Jugendclub des Theater Konstanz übernimmt er die theaterpädagogische Begleitung von Stücken im Friedrichshafener Veranstaltungsort „Kiesel“, arbeitet am Seminar für Lehrerausbildung in Meckenbeuren und hat Lehraufträge an den Fachhochschulen Bochum und Zürich. „Eigentlich war ich ein Angsthase was die Selbstständigkeit betrifft. Ich bin froh, dass es jetzt so gut läuft“, sagt Strasser. Er weiß, dass das nicht immer so bleiben muss und vertraut doch auf die Qualität seiner Idee. Auch wenn er den Austausch mit seinen Kollegen vermisst, sei es richtig gewesen, den festen Job aufzugeben. „Es war Zeit für etwas Neues und ich spüre, dass das mein Weg ist“, so Strasser.

 

 

Südkurier vom 13.01.2011

THEATERPÄDAGOGISCHES ZENTRUM STARTET IN KONSTANZ

Konstanz

Von Michael Lünstroth

 

Nach langem Hin und Her wagt Konstanz den Anfang eines Theaterpädagogischen Zentrums. Zumindest eine Miniversion soll bald starten.

Von der großen Vision ist am Ende nur noch etwas mehr als die Hälfte geblieben: Das von Theaterintendant Christoph Nix und dem ehemaligen Leiter des Jungen Theaters, Felix Strasser, erdachte Konzept für ein Theaterpädagogisches Zentrum (TPZ) in Konstanz ist auf eine einzige 60-Prozent-Stelle geschrumpft. Ziel ist es hier, Lehrer in Theaterpädagogik aus- und fortzubilden. Immerhin: Bereits im Herbst 2011 soll es losgehen. Und: Stadt, Land und Theater scheinen sich nun erstmals einig darüber zu sein, dass man ein solches Zentrum für Konstanz will.

Das bestätigte gestern jedenfalls auch das städtische Pressebüro gegenüber dem SÜDKURIER: „Die Verwaltung (der Stadt Konstanz) befürwortet die Einrichtung eines Theaterpädagogischen Zentrums. Die Realisierung soll nach Zustimmung des Gemeinderats noch möglichst im Herbst 2011 erfolgen“, erklärte Ulrich Hilser von der städtischen Pressestelle.

Diese Harmonie ist neu, bislang hatte zwar das Land stets signalisiert, den Aufbau eines solchen Zentrums am Bodensee zu unterstützen, Oberbürgermeister Horst Frank war aber lange skeptisch, ob das Konzept für das Theater Konstanz trage. Ende des Jahres 2009 war es zu einem offenen Konflikt zwischen Frank und seinem Kulturdezernenten Claus Boldt über diese Frage gekommen. Der Kulturausschuss des Gemeinderats hatte die Einrichtung ebenfalls stets befürwortet. Zuletzt hatte sich vor allem auch Wolfgang Müller-Fehrenbach (CDU) um eine zeitnahe Realisierung bemüht. Die jetzige Kehrtwende des Oberbürgermeisters dürfte auch auf ein Schreiben des baden-württembergischen Kultusministeriums zurückzuführen sein.

Darin hatte Staatssekretär Georg Wacker gegenüber dem Konstanzer Landtagsabgeordneten Andreas Hoffmann (CDU) erklärt, dass er sich Konstanz gut als Modellstandort für die Kooperation von Schulen und Theater vorstellen könne. Wacker deutete hierin auch an, dass das Land, bei überzeugendem Konzept, eine 60-Prozent-Stelle finanzieren könne. So wird es nun wohl kommen.

Die Kosten für diese Stelle werden vom Land übernommen und sie wird auch vom Land besetzt. Diese Position soll von einem Lehrer übernommen werden. Die Fachkräfte des Theaters sollen den Leiter oder die Leiterin des TPZ unterstützen. Zusätzlich würden eventuell anfallende Raum- und Sachkosten aus dem Theater-Budget finanziert, erklärte Kulturbürgermeister Claus Boldt. Der oder die StelleninhaberIn soll künftig eng mit dem Theater zusammenarbeiten. Der Arbeitsplatz wird nicht im Theater sein, soll aber, nach Wünschen von Claus Boldt, in der Nähe des Theaters angesiedelt sein. Man sei nun auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten.

Als nächste Schritte sollen nun der Leiter des Jungen Theaters, Bernd Schlenkrich, und die Theaterpädagogin Sarit Streicher das vorliegende Konzept von Strasser und Nix an die jetzt vorgegebenen Rahmenbedingungen anpassen. Was mittel- oder langfristig aus dem Zentrum werden soll ist indes noch offen. „Wir starten das Ganze jetzt mal und alle weiteren Ideen werden sich dann auch aus der Praxis ergeben“, glaubt Bürgermeister Boldt.



Neuigkeiten und wichtige Termine

--- ab 01. März 2014 ---

KONSTANZ

Felix Strasser übernimmt die Künstlerische Leitung der EVENTPRODUKTION - Theater der Hochschule Konstanz.

www.theater.htwg-konstanz.de

Gerne übernehmen DIE SPIELMACHER auch weiterhin beratende Funktion innerhalb von Theaterprojekten jeder Art oder vermitteln professionelle TheaterpädagogInnen an Sie weiter!